Die Piratenpartei
unterscheidet sich nicht nur inhaltlich,
sondern auch strukturell stark von anderen Parteien. Um unserem
basisdemokratischen Anspruch gerecht zu werden, verwenden wir viele
Kommunikationswege, die es jedem ermöglichen sich aktiv einzubringen.
Man muss nicht Mitglied sein, um mitzumachen. Jeder ist eingeladen
uns zu unterstützen (unsere nichtpiratischen Unterstützer nennen
sich übrigens Freibeuter). Alle Kommunikationswege der Piraten
sind öffentlich, da wir glauben, das Politik transparent sein muss.
Wir möchten damit auch mit gutem Beispiel voran gehen, und zeigen,
dass Politik nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden darf.
Im Folgenden möchten wir beschreiben wie wir "offline" arbeiten.
Darüber hinaus geben wir einen Einblick welche digitalen Hilfsmittel
wir nutzen und wie auf diese zugegriffen werden kann.
Sollte etwas unklar sein dann schreib uns!
Wir freuen uns auf Fragen und Kritik, damit wir uns verbessern können.
Offline
Online
Die Piraten sind die erste offline verfügbare Internetpartei.
Man trifft sie in Innenstädten, Kneipen, Bürgerhäusern und an vielen
anderen Orten. Im Folgenden möchten wir erklären, wie wir außerhalb
des Internets arbeiten, wo man uns treffen kann und was es dort
zu erleben gibt.
Vorstandssitzungen der Piraten sind öffentlich.
Es ist ein Arbeitstreffen, dessen Ablauf einer
Tagesordnung folgt. Hier wird von Aktionen
berichtet und neue werden geplant, Inhalte werden diskutiert und
beschlossen. Der Verlauf und die Entscheidungen werden
protokolliert. Der Satzung nach sind
nur Vorstandsmitglieder stimmberechtigt. Da wir uns aber als basisdemokratische
Partei verstehen, sind alle Anwesenden stimmberechtigt, und der
Vorstand folgt im Regelfall den Entscheidungen der Basis. In
Wiebaden treffen sich die Piraten alle zwei Wochen.
Der jeweilige Ort steht auf der Startseite dieser Website oder im Kalender.
Interessierte Bürger sind willkommen.
Stammtische sind informelle Treffen der Piraten, die keinen starren
Regeln folgen. Interessierte nutzen den Stammtisch gerne um die
lokalen Piraten unverbindlich näher kennen zu lernen. Hier kann
man auch Anträge zur Mitgliedschaft (siehe oben) bekommen
und abgeben. Die Gesprächsthemen orientieren sich oft aber nicht
immer an der Tagespolitik. Viele Ideen für Aktionen werden an den
Stammtischen geboren.
Der reguläte Stammtisch findet jeweils am ersten Mittwoch im Monat statt.
Zusätzliche Stammtische, Orte und Uhrzeiten sind im Website-Kalender
einseh- und abrufbar.
Nicht nur zu Wahlen sind wir unterwegs, um an Infoständen Kontakt
zu den Bürgern zu suchen. Da viele Menschen die Piraten noch nicht
oder kaum kennen, sind Infostände sehr wichtig um unsere Ideen und
Ziele zu transportieren. Wir tun dies nicht nur in Wiesbaden, sondern
auch in anderen nicht zu weit entfernten Städten.
Parteitage gibt es auf verschiedenen Organisationsebenen. Die
Piraten aus Wiesbaden treffen sich mindestens einmal jährlich zum Kreisparteitag.
Darüber hinaus können außerordentliche Parteitage einberufen werden.
Ebenfalls zweimal jährlich fahren viele Piraten zum Landesparteitag.
Einmal jährlich findet der Bundesparteitag statt. Allen Parteitagen
ist gemein, das Vorstände gewählt sowie Satzungs- und Programmänderungen
und Erweiterungen beschlossen werden können. Es gibt kein Delegiertensystem
wie in anderen Parteien. Jeder Pirat ist auf allen Parteitagen stimmberechtigt.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt nur 36,- Euro pro Jahr und ist als
Spende steuerabzugsfähig.
Das gesprochene Wort kann durch virtuelle Treffen nicht ersetzt
werden. In für jeden Bürger offenen Telefonkonferenzen treffen sich
Piraten aus den unterschiedlichsten Anlässen. Viele Vorstandssitzungen,
zum Beispiel die des Bundesvorstandes und auch die vieler Landesverbände,
werden über Telkos abgehalten. Die dafür nötige Technik, ein Server
der Telkos ermöglicht, wird von den hessischen Piraten betrieben.
Weitere Infos findet man im
Wiki.
Piraten nutzen vielfältige Onlinewerkzeuge, um miteinander zu
kommunizieren und zu arbeiten. Die Vielfalt und teilweise auch Komplexität
erscheint von außen betrachtet oft erdrückend. Daher ist es wichtig
zu wissen, dass nur sehr wenige Piraten alle Werkzeuge nutzen. Vielmehr
sucht sich jeder die für ihn passenden heraus. Wichtige Informationen
werden plattformübergreifend kommuniziert, man muss daher keine
Sorge haben, etwas zu verpassen wenn man nur wenige Kommunikationswege
nutzt.
Was sich hinter Wikis, Mailinglisten, Piratenpads, Twitter, IRC
und Foren verbirgt, und wie diese genutzt werden, wird nun beschrieben.
Zur Sammlung von Informationen nutzen die Piraten ein Wiki. Wikis sind
Webseiten, die von jedem angemeldeten Nutzer bearbeitet werden können.
Ein sehr prominentes Beispiel ist Wikipedia.
Die Piratenpartei hat ein sehr großes Wiki, das zu den Webseiten
mit den höchsten Zugriffszahlen aller deutschen Webseiten gehört.
Da jeder das Wiki der Piratenpartei mit Informationen anreichern
kann, ist es - nicht nur für Neulinge - oft schwer, sich darin zu
orientieren. Die Piraten arbeiten fieberhaft daran, die Strukturen
innerhalb des Wiki zu verbessern, was angesichts der ungeheuren
Datenmengen aber einer Herkulesaufgabe gleicht. Typische Inhalte
sind Protokolle, Veranstaltungsplanungen, die Satzung und das Programm
der Piratenpartei. Die Startseite des Wiki ist über
wiki.piratenpartei.de
zu erreichen, die Wikiseiten der Piraten aus Wiesbaden erreicht man
über
wiki.piratenpartei.de/HE:Kreisverband_Wiesbaden.
Um Neulingen den Einstieg zu erleichtern gibt es eine
Videoanleitung, die die wichtigsten
Funktionen erklärt.
Eine Mailingliste ist mit einem Adressbuch vergleichbar, mit
dem Unterschied, dass man eine Nachricht nicht an einen Empfänger
schreibt, sondern an alle enthaltenen Adressen. Die Mailinglisten
der Piraten lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Auf der einen
Seite gibt es Mailinglisten, deren Nutzer aus einem regionalen Kontext
kommen. So gibt es eine Mailingliste für ganz Deutschland, eine
Mailingliste für Hessen, und natürlich auch eine Mailingliste für
Wiesbaden. Auf der anderen Seite gibt es themenorientierte Mailinglisten,
zum Beispiel zu den Themen freie Musik, Bauen, Recht und vielen
mehr.
Die Nutzung von Mailinglisten ist sehr einfach. Nach der Anmeldung
kann man E-Mails schreiben. Diese sendet man an eine E-Mailadresse,
von welcher aus sie automatisch an alle in der Mailingliste eingetragenen
Empfänger weitergeleitet wird. Im Gegenzug erhält man auch alle
E-Mails, die von anderen an die Mailingliste gesendet werden.
Nutzt man die größte Mailingliste der Piraten, sie trägt die Bezeichnung
"Aktive", erhält man pro Tag mehrere hundert E-Mails. Man sollte
sie daher nur nutzen, wenn man sich mit der Verwaltung großer E-Mailmengen
auskennt.
Zu den mittelgroßen Mailinglisten zählt die Liste der Piratenpartei
Hessen, genannt PPH. Über diese Liste werden pro Tag ca. 100 E-Mails
versendet.
Die Mailingliste der Piraten aus Wiesbaden hat mit ca. 10-50
E-Mails pro Woche ein sehr geringes Mailaufkommen, und ist daher
für Neulinge sehr gut geeignet. Über diese Liste erhält man zum
Beispiel Informationen zu kommenden Veranstaltungen, man kann sie
aber auch nutzen um mit den Piraten aus Wiesbaden in Kontakt zu treten.
Und wo gibt es nun diese Mailinglisten?
Mailinglisten werden abonniert. Dazu trägt man seine E-Mailadresse
in ein Formular ein.
Um sich in die größte Mailingliste (die "Aktive") einzutragen,
benutzt man
dieses Formular.
Die Mailingliste der hessischen Piraten erhält man über
dieses Formular.
Die Liste der Piraten aus Wiesbaden kann man
hier abonieren.
Eine Übersicht über alle Mailinglisten findet man
hier, die hessischen Mailinglisten
gibt es
hier.
Das Piratenpad
ist ein Online-Texteditor. Im Gegensatz zum Wiki und zu Mailinglisten
hat es den großen Vorteil, dass Texte zeitgleich von mehreren Personen
bearbeitet werden können. Piratenpads werden häufig genutzt um den
Inhalt von Flyern gemeinsam zu schreiben, Protokolle zu führen,
Inhalte für Webseiten zu erarbeiten oder Pressemitteilungen zu verfassen.
In jedes Piratenpad ist ein Chatraum integriert, in welchem der
zu bearbeitende Text geplant und diskutiert werden kann.
Um ein Piratenpad zu nutzen ist nur ein Internetzugang nötig. Piratenpads
können mit einem Passwort versehen werden. Diese Funktion wird sehr
selten genutzt, da sie nicht dem Gedanken der Transparenz entspricht.
Piratenpads werden nicht genutzt, um Inhalte langfristig zu speichern,
sondern um Inhalte kurzfristig zu erarbeiten.
Die Piraten wollen Entscheidungen auf Basis der Meinungen aller Mitglieder
fällen. Sie verwenden dazu unterschiedliche Online-Umfragetools.
Auf dem Bundesparteitag 2010 wurde die Einführung der Software
Liquid Feedback
mit einer Zustimmung von 80% der Stimmberechtigten beschlossen.
Bis zum Herbst 2010 soll die Software zur basisdemokratischen Meinungsbildung
bundesweit eingeführt werden. Sie ermöglicht es jedem Piraten seine
Ideen zum Programm, zur Satzung und vielen anderen Dingen vorzustellen.
In einem mehrstufigen Abstimmungsverfahren können alle Piraten für
oder gegen jede Idee stimmen. Erlangt eine Idee am Ende des Abstimmungsverfahrens
die Mehrheit aller Stimmen, wird sie zu einer Handlungsempfehlung
an den Vorstand, der im Sinne des Antrags handeln muss.
Für einfache Umfragen, zum Beispiel um einen Termin für ein Treffen
zu finden, wird häufig
Doodle
verwendet.
Twitter ist ein Microblogging System, welches es ermöglicht Nachrichten
von maximal 140 Zeichen Länge im Internet zu veröffentlichen. Die
Nutzer von Twitter vernetzen sich untereinander, in dem sie die
Nachrichten anderer Nutzer abonieren. Im Prinzip entspricht dies
dem Mechanismus der Mailinglisten: Eine Nachricht wird an viele
Empfänger versand.
Die Beschränkung auf 140 Zeichen führt im Idealfall zu kurzen, klaren
Aussagen. Diese Nachrichten enthalten häufig Links zu Internetseiten
mit weiterführenden Nachrichten. Viele Piraten nutzen Twitter hauptsächlich
aufgrund dieser Möglichkeit. So machen sie auf die vielen Internetseiten,
Blogs und Wikiseiten mit aktuellen Inhalten aufmerksam. Die Twitternachrichten
der Piratenpartei Deutschland findet man unter
twitter.com/Piratenpartei,
die der Piraten aus Wiesbaden unter
twitter.com/piraten_wi.
Irc ist ein textbasiertes Chatsystem. Die Funktionsweise und
mehr findet man unter
wiki.piratenpartei.de/IRC.
IRC wird im Regefall nicht aufgezeichnet, und daher sind die Inhalte
sehr flüchtig. Es eignet sich daher sehr gut für informelle Kommunikation.
IRC wird oft flankierend zu anderen Kommunikationsformen genutzt.
So ist es möglich Themen im Chat zu besprechen, um diese anschließend
in eine gleichzeitig laufende Telefonkonferenz einfließen zu lassen.
Auch auf Parteitagen und anderen Veranstaltungen wird IRC häufig
genutzt. Personen, die nicht anwesend sind, können so in Echtzeit
informiert werden und zum Beispiel Fragen stellen, die dann in die
Veranstaltung hineingetragen werden. Wer möchte kann den
Webchat der Piraten-Hessen direkt ausprobieren!
Foren spielen für die Kommunikation innerhalb der Piratenpartei
eine untergeordnete Rolle. Für die Außenwahrnehmung sind sie jedoch
wichtig, da viele Internetnutzer noch nicht mit den anderen von
den Piraten genutzten Kommunikationswegen vertraut sind. Chronologisch
sortiert finden hier Diskussionen zu den unterschiedlichsten Themen
statt. Das Forum der Piratenpartei findet man unter
news.piratenpartei.de.
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