Programm der Piratenpartei Wiesbaden
Inhalt
1. Bürgernähe und politische Transparenz
2. Digitalkultur
3. Datenschutz auf allen politischen Ebenen
4. Freier Internetzugang
5. Videoüberwachung in Wiesbaden abschaffen
6. Offene Standards und freie, kostenlose Software
7. Umfassende Bildung als wichtigstes Gut aller Menschen
8. Korruption verhindern und bekämpfen
9. Öffentlicher Nahverkehr
10. KUNST UND KULTUR bedeuten Lebensqualität
11. Wahlbeteiligung
Download des kompletten Wahlprogramms als MP3-Datei (19:06 Minuten, 18 MB)
1. Bürgernähe und politische Transparenz
Die PIRATEN verstehen sich als Bürgerrechtspartei im Informationszeitalter. Ein
wichtiger Schritt zur Stärkung der Bürgerrechte ist es, dem Bürger mehr
Möglichkeiten zu bieten, Einfluss auf die Politik zu nehmen. Um der Stimme
des Bürgers Gehör zu verleihen, setzen sich die PIRATEN für folgende Punkte
ein:
- Online-Bürgerbegehren für eine unbürokratischere Mitgestaltung der
Politik durch den Bürger. Wichtige Themen müssen klar definiert sein,
bevor sie zur Abstimmung kommen.
- Stärkung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden sowohl auf
Landes- als auch Kommunalebene. Sowohl eine Verringerung der
Ausnahmen als auch eine Verlängerung der Fristen sowie eine
Verringerung der Mindestquoten ist notwendig. Außerdem müssen
Bürgerbegehren auf Landkreisebene ermöglicht werden.
- Verringerung des Wahlalters bei Bürgerbegehren/Bürgerentscheiden auf
16 Jahre.
- Schaffung eines 25%-Quorums der Stadtverordneten, um einen
Bürgerentscheid aus dem Parlament heraus zu initiieren. Das bedeutet,
dass nur ein Viertel der Stadtverordnetenversammlung notwendig ist, um
den Bürger in die Entscheidungsfindung einzubinden. Damit soll
verhindert werden, dass strittige Sachthemen im Parlament durch
Mehrheiten am Bürgerwillen vorbei entschieden werden können.
Außerdem wird dadurch eine Stärkung der Opposition erreicht.
- Bereitstellung einer Argumenten-Fibel durch die
Stadtverordnetenversammlung zur rückhaltlosen und klar verständlichen
Aufklärung der Bürger vor jedem Bürgerentscheid.
- Entscheidungsprozesse aller gewählten Gremien transparent nach außen
darstellen, z.B. durch Livestreaming der Stadtverordnetenversammlung
im Internet (Audiostream oder Videostream).
- Berücksichtigung von Empfehlungen ausschließlich auf Basis der
Sachkunde anstatt Partei- oder Lobbyzugehörigkeit.
- Bürgernähere und Kostengünstigere Ausgestaltung der
Informationsfreiheitsgesetze; Radikale Abschaffung der Ausnahmen, es
darf kein Verstecken hinter Geschäftsgeheimnissen mehr möglich sein.
- Einführen eines Bürgerblättchens, das monatlich an alle Haushalte
verteilt wird. Dieses Blättchen gibt Auskunft über alle aktuellen Projekte
oder Vorhaben der Stadt.
Das zentrale Anliegen der PIRATEN ist „Gläserner Staat statt gläserner Bürger“.
Ein gläserner Staat ist transparent in seiner Arbeit und dient ausschließlich
dem Gemeinwohl der Bürgergemeinschaft. Dazu zählt:
- Transparenz statt Lobbyarbeit und geheimen Absprachen
- Bürgerwille statt Regieren von oben
- Parteien, die in Regierungsverantwortung waren, müssen am Ende jeder
Legislaturperiode einen Rechenschaftsbericht ablegen. Darin muss offengelegt werden,
welche der im Wahlprogramm angegebenen Ziele in der vorangegangenen Legislaturperiode
umgesetzt wurden.
Wir bieten jedem engagierten Bürger die Möglichkeit, zu einer besseren Politik
beizutragen. Die PIRATEN setzen sich für eine saubere und bürgernahe Politik
ein.
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2. Digitalkultur
Kompetente und gut informierte Bürger sind die Basis für Demokratie und
Freiheit. Um Freiheit und Demokratie zu sichern, müssen Informationen für alle
Bürger unzensiert zu jeder Zeit und überall abrufbar sein.
Wir werden die Digitalkultur in Wiesbaden fördern und stärken. Ziel ist es, hier
insbesondere die Kompetenz im Umgang mit dem heute schon wichtigsten
Kommunikationsmittel, dem Internet, zu vermitteln und auszubauen. Der
selbstverständliche Umgang mit dem Internet erlaubt eine Willens- und
Meinungsbildung aus einem breiten Spektrum unabhängiger
Informationsquellen.
Es ist wichtig, dass alle Bürger jeder Altersgruppe die digitale Kommunikation
und Technik sicher und souverän anwenden können. Wir möchten die
verschiedenen Generationen zusammenbringen, um die Kluft zwischen
analoger und digitaler Gesellschaft zu überwinden.
Wir wollen:
- Sichere Anwendung des Internets
- Nutzungspotentiale neuer Technik aufzeigen und erschließen
- Risiken und Prävention der "Onlinesucht" aufzeigen
- Nutzeranalysen durch Werbetreibende und Unternehmen bekämpfen
Piratenpartei Wiesbaden - Kommunalwahl 2011 4/11
- Gründe und Hilfen für umsichtigen Umgang mit persönlichen Daten im
Netz aufzeigen
- anonymen Netzzugang für alle Bürger durchsetzen
- Internetzugang als Bürgerrecht festschreiben
- Zensur- und Überwachungsmechanismen des Staates erläutern und
abbauen
- Ansprechpartner und Beratung für Eltern, Dozenten und Lehrer
- Vereinfachungen und Falschdarstellungen seitens der Politik und Medien
aufdecken und einordnen (Beispiele sind Onlinespiele, Wahlcomputer,
angeblich rechtsfreier Raum des Internets)
Diese Ziele möchten wir mit dafür bereitzustellenden städtischen
Räumlichkeiten und professioneller Infrastruktur umsetzen. Dabei werden wir
die verschiedenen Zielvorstellungen der jeweiligen Altersgruppen
berücksichtigen.
Flankiert werden soll dies durch den Aufbau professioneller Angebote an
bereits vorhandenen Einrichtungen. Workshops und Seminare zu aktuellen
Themen ergänzen die Weiterbildungsmaßnahmen.
Digitale Kultur ist auch Netzkultur. Daher müssen alle Angebote durch darauf
abgestimmte und damit integrierte Onlineangebote für die Wiesbadener Bürger
abgerundet werden. Diese Angebote müssen durch entsprechende
Werbemaßnahmen in das Bewusstsein der Wiesbadener getragen werden.
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3. Datenschutz auf allen politischen Ebenen
Datenschutz ist Demokratieschutz. Dieses Thema spielt in der gesamten
Politiklandschaft eine völlig untergeordnete Rolle. Die PIRATEN nehmen sich
der Themen Datenschutz und Schutz der Privatsphäre in besonderem Maße an.
Die Erfassung von immer mehr Daten in fast allen Lebensbereichen der Bürger
führt zu massiven Problemen. Datenerfassung an sich wird meist als
ungefährlich wahrgenommen. Doch die Verknüpfung verschiedener
Datenerhebungen führt zu umfassenden Personenprofilen und unter
Umständen zu falschen Verdächtigungen.
Bürger sind keine Täter. Auch keine potentiellen. Das Grundgesetz, dessen
primäre Aufgabe es ist, den Bürger vor dem Staat zu schützen, stellt nicht
umsonst die Unschuldsvermutung in den Vordergrund. Diese wird allerdings
mit den angehäuften Datenhalden ausgehebelt und ad absurdum geführt.
Demokratie und Freiheit braucht effektiven, ernst gemeinten Datenschutz.
Daran muss Politik sich messen lassen. Selbstverständlich auch auf
kommunaler Ebene.
Unsere Ziele:
- Kürzest mögliche Fristen für die Aufbewahrung aller Daten
- Öffentliche, einfach zugängliche und klar verständliche Bereitstellung von
Informationen darüber, wo die Stadt was über wen speichert und wie sie
diese Daten schützt und verwendet.
- Der Handel mit persönlichen Daten durch städtische Institutionen wird
eingestellt.
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4. Freier Internetzugang
Die PIRATEN wollen Projekte fördern, welche die freie Nutzung und den
kostenlosen Zugang zum Internet überall und jederzeit ermöglichen.
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5. Videoüberwachung in Wiesbaden abschaffen
Unsere für jeden offene Mitmach-Aktion "Projekt zur Erfassung von
Überwachungskameras in Wiesbaden" zeigt, dass Kameras in öffentlichen
Räumen allgegenwärtig sind. Dieses Projekt beweist außerdem, dass es nicht
ohne weiteres möglich ist, zulässige von unzulässiger Videoüberwachung zu
unterscheiden. Selbst die Trennung zwischen staatlichen und privaten
Betreibern ist selten eindeutig und erfordert einen hohen Rechercheaufwand.
Videoüberwachung ist selten klar begründet, oft maßlos überzogen und fast
immer nutzlos.
Studien haben bisher nirgendwo eine Abnahme der Kriminalität durch
Videoüberwachung belegen können. England, Vorreiter im Installieren kleiner
Kästen mit Linse, verzeichnete trotz Überwachung einen Anstieg der
Kriminalität. In New York zum Beispiel wurde durch die Einstellung von
Sicherheitspersonal die Kriminalitätsrate dagegen deutlich gesenkt.
Fazit: Sicherheit wird dort hergestellt, wo Menschen Straftaten aktiv
verhindern. Das kann durch Zivilcourage geschehen oder auch durch
Sicherheitspersonal vor Ort.
Nach der Einführung einer Videoüberwachung lässt sich eine Veränderung der
überwachten Menschen hin zu betont unauffälligem Verhalten feststellen, der
sogenannte "Chilling-Effekt". Die freie Entfaltung der Persönlichkeit bleibt -
weit abseits irgendwelcher kriminellen Absichten - auf der Strecke. "Big
Brother" ist Realität!
Ein weiterer unannehmbarer Nebeneffekt ist, dass ganz normale Bürger sich an
ein überwachtes Dasein gewöhnen. Mehr noch: Sie fühlen sich aufgefordert,
selbst "unerwünschtes" Verhalten aufzuspüren und anzuprangern, wie man
eindrucksvoll in London beobachten konnte. Dort wurden Bürger mit
Geldprämien gelockt, öffentliche Videoüberwachung am heimischen PC zu
verfolgen und "Straftaten" der Polizei zu melden. Ein Spitzeldienst, den wir mit
dem Niedergang der DDR-STASI überwunden glaubten.
Eine solche Entwicklung wollen die PIRATEN verhindern. Sie stehen für ein
freies und ungezwungenes Miteinander. Personen wegen "nicht angepassten
Verhaltens" auszugrenzen, gar zu kriminalisieren, kann nicht Ziel einer freien
Gesellschaft sein. Vielmehr muss jeder Einzelne mit seinen individuellen
Eigenarten mitgenommen werden. Symptome zu bekämpfen, statt nach den
Ursachen zu forschen, kommt einer Bankrotterklärung der Staatsorgane gleich.
Wir setzen uns ein für ein kamerafreies Wiesbaden durch:
- den Abbau der vorhandenen stadteigenen Kameras
- jedwedes Unterlassen von Maßnahmen zur Förderung des weiteren
Ausbaus von Videoüberwachung
- entschlossenes Vorgehen gegen jede Kamera, die unerlaubt den
öffentlichen Raum beobachtet
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6. Offene Standards und freie, kostenlose Software
Die PIRATEN setzen sich dafür ein, in der Verwaltung freie Standards, Formate
und Software nach dem "Münchner Modell" zu nutzen. Wir fördern den Einsatz
von freier Software in der Verwaltung, wo immer dies sinnvoll möglich ist.
Hierzu zählt insbesondere der Einsatz von freier Software wie Linux,
OpenOffice.org oder Mozilla Firefox nach dem Vorbild der Stadtverwaltung
München („LiMux“-Projekt).
Die Umstellung soll nicht ad hoc, sondern schrittweise im Rahmen von
Ersatzinvestitionen erfolgen.
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7. Umfassende Bildung als wichtigstes Gut aller Menschen
Die PIRATEN setzen sich folgende Ziele:
- Private Bildungseinrichtungen, die öffentlich gefördert werden, müssen
finanziell so ausgestattet werden dass sie von der Allgemeinheit
kostenlos besucht werden können. Sie müssen in allen Bedingungen den
öffentlichen Schulen gleichgestellt werden.
- Private Schulen, die öffentlich gefördert werden, dürfen für den Besuch
der Schule keine Gebühren erheben.
- Öffentlich geförderte Bildungseinrichtungen müssen zur Transparenz
verpflichtet werden. Das gilt sowohl für Geschäftsergebnisse als auch die
Verwendung der Fördermittel.
Die EBS ist ein prominentes Beispiel für die intransparente Verwendung von
Steuergeldern. Trotz millionenschwerer Förderung von Stadt und Land fordert
die EBS sehr hohe Studiengebühren. Studien- und Schulgebühren fördern
Ungleichheit, daher lehnen wir diese ab.
Die Fördermittel, die bereits an die EBS geflossen sind, müssen zurückgeholt
und in die bestehende Bildungs-Infrastruktur wie zum Beispiel Kindergärten,
Schulen oder die FH investiert werden.
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8. Korruption verhindern und bekämpfen
Gerade in kommunalen Gremien besteht durch die Nähe der Amts- und
Mandatsträger zur lokalen Zivilgesellschaft die Gefahr von Korruption. Hier hilft
ein hohes Maß an Transparenz, um Korruption im Vorfeld zu verhindern. Die
PIRATEN fordern daher die Umsetzung folgender Maßnahmen:
- Schaffung einer Informationsfreiheitssatzung für Wiesbaden. Durch diese
können die Wiesbadener Bürger kostenlos auf die erfassten Daten einer
Behörde zugreifen (sofern nicht andere Gesetze betroffen sind z.B.
Datenschutzgesetz). Dadurch ist nicht nur eine Entscheidung der
Behörde öffentlich, sondern auch wie es zu dieser gekommen ist.
- Veröffentlichung sämtlicher Nebeneinkünfte und Posten von
Mandatsträgern ähnlich den Regelungen für den Deutschen Bundestag.
Veröffentlichung des Abstimmungsverhaltens bei öffentlichen
Abstimmungen in der Stadtverordnetenversammlung.
- Schaffung einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit der Stadt und der
stadteigenen Betriebe, insbesondere das Veröffentlichen von Grundlagen
für wesentliche Entscheidungen im Internet. Darunter fallen z.B.
Gutachten zu Privatisierungen, Grundlagen zur Berechnung von Stromoder
Wassertarifen, Eintrittspreisen oder Ähnlichem.
- Einführung einer Selbstverpflichtung für Stadtverordnete. Die
Stadtverordneten müssen sich immer integer verhalten und alle
Entscheidungen transparent und nachvollziehbar machen. Diese
Selbstverpflichtung soll das Thema Korruption noch einmal deutlich in
das Bewusstsein der Stadtverordneten und der Öffentlichkeit bringen.
- Eine solche Selbstverpflichtung sollte zumindest die folgenden Punkte
enthalten:
- Ein eindeutiges Bekenntnis der Stadtverordneten gegen Korruption
- Falls Interessenkonflikte bei einzelnen Anträgen vorhanden sind,
sollten diese frühzeitig veröffentlicht werden.
- Verstöße müssen sanktioniert werden
- Schaffung eines Gremiums (Ehrenrat), welches die Einhaltung der Regeln
zur Korruptionsprävention und -bekämpfung kontrolliert.
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9. Öffentlicher Nahverkehr
Die PIRATEN möchten den öffentlichen Nahverkehr attraktiver gestalten, um
das Fahrgastaufkommen deutlich zu erhöhen und den Individualverkehr zu
verringern. Ziel ist eine Belebung des Einzelhandels, die Schaffung einer
autofreien und emissionsarmen Innenstadt, die Verbesserung der
Parkplatzsituation in Wohngebieten und die erhöhte Mobilität von Menschen mit
geringem Einkommen. Diese Ziele sollen durch die Reduzierung des
Fahrkartenpreises erreicht werden. Angestrebt ist ein kostenloses Angebot.
Als Vorbild kann hier die Stadt Hasselt in Belgien gelten, die nach Einführung
eines kostenlosen Regionalverkehrs das Fahrgastaufkommen innerhalb von 10
Jahren verdreizehntfacht haben.
Das Verkehrskonzept hat dazu geführt, dass bis zu 30 Prozent mehr Menschen
in die Stadt kommen und die Umsätze des Einzelhandels seit der Umgestaltung
gestiegen sind.
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10. KUNST UND KULTUR bedeuten Lebensqualität
Durch das Internet werden Erfahren und Gestalten von Kunst und Kultur für
alle Menschen einfacher. Jeder Konsument kann auch selbst zum Produzenten
werden. Dies führt zu einer nie dagewesenen Kulturvielfalt in unserer
Gesellschaft. Diese muss inner- und außerhalb des Internet gefördert werden.
FREIRÄUME SCHAFFEN
Kunst und Kultur brauchen Freiräume, um sich entfalten zu können. Dabei geht
es nicht nur um Orte, an denen sich Kunstschaffende und Kunstliebhaber
begegnen können, sondern auch um die Freiheit des Denkens. Kunst und
Kultur zu Fördern bedeutet das "Anders Sein" zuzulassen, der Gesellschaft den
Spiegel vorzuhalten, neue Impulse zu geben und die Gesellschaft zu
entwickeln.
Die PIRATEN stehen für den ungehinderten Austausch von Ideen. Diese werden
weiter gesponnen, Inspirationen aufgegriffen und zu abgewandelten neuen
Werken entwickelt, beflügelt und gefördert durch ein offenes Miteinander.
KULTURFÖRDERUNG GERECHTER GESTALTEN
Staatlich geförderte Kultureinrichtungen decken die Vielfalt des Kulturschaffens
schon lange nicht mehr ab.
Bisher werden vor allem klassische Kunst- und Kulturformern gefördert. Die
Jugend- oder Subkultur geht oft leer aus oder wird nur unzureichend gefördert.
Die PIRATEN wollen die Kulturförderung gerechter gestalten und die Förderung
gleichermaßen auf alle Kunst- und Kulturformen ausdehnen.
Wir ebnen Künstlern und denen die es werden wollen den Zugang zu
Erfahrungsaustausch und kommerziellen Projekten.
KULTUR ERLEBEN
Die PIRATEN fördern die Vielfalt. Freiheitliche und faire Regelungen für alle
Beteiligten zu Lärmschutz einerseits und Lebensgefühl andererseits sollen die
Existenz von kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungsorten sichern. Das
Tanzverbot wird aufgehoben, der Nachbusverkehr ausgebaut.
Internetradios machen kaum bekannte Interpreten zu den Stars von morgen.
Über das Internet verbreiten sich Veranstaltungshinweise in Windeseile.
Mit den PIRATEN wird ein frischer Wind in die Kulturpolitik und in die
künstlerischen Betätigungsfeldereinziehen.
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11. Wahlbeteiligung
Die PIRATEN behalten sich vor, Wahlen anzufechten, deren Wahlbeteiligung
nicht über 50% liegt.
Nach unserem demokratischen Verständnis sind Volksvertretungen, die nicht
von der Mehrheit des Volkes gewählt wurden, demokratisch nicht legitimiert.
Download des kompletten Wahlprogramms als MP3-Datei (19:06 Minuten, 18 MB)