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Kristof Zerbe
Pressesprecher des KV Wiesbaden
Piratengedanke von Kristof Zerbe am 11. November 2010 über ...
Es gibt Meldungen, die sind einfach haaresträubend und man ist zunächst versucht es, am heutigen 11.11., für einen Faschingsscherz zu halten: GEMA-Gebühren für Kinderlieder bei St. Martins-Umzügen.
Aber nein, der Blätterwald rauscht und die Volksseele kocht:
Warum geht es? Um Lehrer und Kindergärtner, die ihren Kleinen die Liedtexte kopieren, damit wenigstens alle das gleiche singen, auch wenn die Tonlage differieren mag. Dafür nun, sollen die Kindergärten 56 EUR zzgl. MwSt. hinlegen; für 500 Kopien. Oder man besorgt sich eine Pauschallizenz für 2.224 EUR...
Recht hat sie die GEMA, denn schließlich ist das Kopieren von Noten durch das Urheberrecht geschützt, ABER ... wie gedanken- und skrupellos muss man sein, wenn man die ohnehin vollkommen unterfinanzierten Schulen und Kindergärten damit belästigt und "schärfere Kontrollen" durchführt!
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Judith Seipel-Rotter
Pirat
Piratengedanke von Judith Seipel-Rotter am 08. November 2010 über ...
Ob Castor oder Stuttgart 21 - der Zorn macht sich langsam Luft.
Spätestens jetzt beginnt der etwas verschleppte Wettlauf gegen den
Überwachungsapparat. Überwachung kommt nicht aus heiterem Himmel, sie verfolgt
immer einen Zweck. Und so naiv sind die Herrschenden nicht, als daß sie nicht
selbst genau wüßten, daß eine Handvoll islamisch inspirierter Terroristen keine
Gefahr für Deutschland sind. Nein. Die Angst in Führungskreisen hat andere
Gründe. Handfestere Gründe. Frankreich, Griechenland. Hier zeigte sich als
erstes, was aus Sozialem Unfrieden erwächst: Der Zorn der Bevölkerung.
In Deutschland brennen noch keine Vorstädte, doch die Luft
wird dünner. An sich ist Stuttgart 21 kein solch aufsehenerregendes Projekt.
Derlei Projekte gab es viele, ohne daß sich deswegen mehr bewegt hätte, als die
‚ewigen Mahner und Protestler‘, denen ansonsten nicht viel Gehör geschenkt
wird. Allenfalls ein mürrisches und privates Gebrummel hätte es gegeben - und
in einem halben Jahr spätestens hätte es wieder jeder vergessen.
Und jetzt? Jetzt wird der Protest bürgerlicher. Der innere
Zorn sucht einen Anlaß, einen Aufhänger. Das ist nicht das Schlechteste
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Piratengedanke von Bernd Preißmann am 04. November 2010 über ...
Gestern abend wars es mal wieder soweit. Ich hab auf der Heimfahrt
vom gestrigen Piratenstammtisch einen Nichtwähler getroffen und ich bin
gefragt worden warum ich mich ausgerechnet für die Piraten engagiere.
Ich hab ihm kurz erklärt das die andern Parteien für mich nicht wählbar
sind. Nach einem kurzen Gespräch hab ich ihn dazu gebracht über das von
mir gesagte nachzudenken.
Aber erst mal von Anfang an.
Was sind Nichtwähler überhaupt? Nun, diese Frage ist schnell und einfach
geklärt. Das sind alle die nicht wählen gehen. Allerdings gibt es
meiner Erfahrung nach zwei Arten von Nichtwählern, die es zu erreichen
gilt. Es gibt zum ersten die Personen die von Politik keine Ahnung haben
(vielleicht auch wollen) und sich auch nicht dafür interessieren...
(dazu gehört auch meine Freundin :( ). Bei diesen Personen ist es Extrem
schwierig sie davon zu überzeugen, warum man wählen gehen sollte und
warum das wichtig ist.
Bei der zweiten Gruppe ist dies wesentlich einfacher (auch wenn
der Schwierigkeitsgrad weiterhin hoch ist). Zu dieser Gruppe gehörte
auch die Person von gestern abend. Diese Gruppe sind die typischen
"Politikverdrossenen". Allerdings präferiere ich hier den Begriff
"Parteipolitikverdossen". Diese Gruppe bekommt durchaus mit was in
unserem Land schief läuft und ist der Meinung, man kanns ja eh nicht
ändern, also geh ich nicht wählen. Und genau hier müssen die Leute
abgeholt werden. Jede Person die ich treffe und von sich sagt: "Ich bin
bekennender Nichtwähler", den frag ich meistens erst mal warum um diese
Person in eine entsprechende Gruppe der Nichtwähler einzuordnen.
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Piratengedanke von Jörg Sobek am 31. August 2010 über ...
Wir nutzen alle gerne Onlineauktionen und -bezahldienste.
Hierdurch wurde ein Maß an Transparenz über das Angebot erreicht, wie nie zuvor.
Schade für die lokalen Printmedien, die etliche Anzeigenkunden hierdurch verlieren,
schön für den Verbraucher. Mit Hilfe dieser Dienste ist es heute auch ein Kinderspiel,
Waren im Ausland zu ver-/kaufen und zu bezahlen.
Die meisten Internetnutzer werden sich allerdings darauf beschränken,
in Deutschland zu ver-/kaufen. Wer jetzt glaubt, sein Geschäft wird in jedem Punkt
nach deutschem Recht abgewickelt irrt. Häufig ist der Sitz der Anbieter großer Marktplätze
und Zahlungssysteme nämlich gar nicht in Deutschland. Einer der großen etwa ist
in Luxemburg zuhause.
Und wo sind die Daten? Irgendwo in der Welt! Die Standorte
großer Rechenzentren werden - auch aus Angst für Anschlägen - meist geheimgehalten.
Selbst wenn ein Serverstandort in Deutschland angegeben wird, ist es Standard, Backup-Rechenzentren
hinzuzuziehen - Standort unbekannt. Am beunruhigendsten aber sind Allgemeine Geschäftsbedingungen,
die Datenabgleiche mit Auskunfteien irgendwo im Ausland vorsehen. Kein Mensch (Kunde)
weiß, wie dort mit den personenbezogenen Informationen umgegangen wird und der deutsche
Datenschutzbeauftragte ist nicht zuständig.
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