Vor etwa einer Woche las ich einen Artikel im Wiesbadener Tagblatt über die IT Firma itech.
Es ging darum, dass der Geschäftsführer seine Tochter einschulen wollte
und sich daraufhin auch mal die PC-Technik der jeweiligen Schule
angesehen hat. Dabei stellte er fest, dass die Systeme hoffnungslos
veraltet waren. Dadurch gründete er mit weiteren Mitarbeitern seiner
Firma die Initiative itech4school. Erst mal danke dafür. Wenn sich
Firmen bei solchen Sachen engagieren, finde ich das immer sehr
lobenswert. Viele Firmen sind schließlich nur auf Profite aus, denen ist
soziale Gerechtigkeit und entsprechendes Engagement völlig egal. Daher
diese lobende Erwähnung.
Aber zurück zum Ausstattungsproblem der Wiesbadener Schulen. Wenn
diese Schulen heute noch mit uralter Technik rumeiern, dann hat doch
schlicht und ergreifend die Stadt scheiße gebaut. Entweder hat der
IT-Dienstleister WiVertis (meines Wissens eine Siemenstochter) irgendwas
vergeigt oder das Amt 40, besser bekannt als Schulamt, hat nicht
richtig gearbeitet. Die PC Ausstattung der Mitarbeiter der Stand sind
eigentlich relativ modern. Da ich ja in den Jahren 06-09 eine Ausbildung
bei der Stadt machte, kann ich das für die Bereiche in denen ich
eingesetzt war, beurteilen. Damals hatte ich Rechner mit Windows XP und
Office 2003. Aktuell werden wohl sogar die ersten Rechner mit Windows 7
verteilt. Jedenfalls der neue Fraktionsmitarbeiter im Rathaus unserer
Fraktion, soll einen solchen Rechner erhalten. Die Ausstattung für die
Mitarbeiter ist also relativ modern. [Update: Mir wurde eben mitgeteilt,
dass der neue Fraktionsmitarbeiter, wohl gar keinen kompletten neuen
Rechner erhält, sondern wahrscheinlich mit einem älteren Fraktionslaptop
vorlieb nehmen muss. Das liegt allerdings daran, dass die unsere
Fraktion nur anrecht auf 2 Vollzeitstellen hat, wir mit dem neuen
Mitarbeiter auf 2,75 kommen. Diese sind auf 4 Personen verteilt.]
Aber warum ist das in den Schulen nicht so? Die Schulgebäude und
Ausstattung liegt in der Hand der Stadt, genauso wie die
Sekretariatsmitarbeiter. Wollte das Schulamt keine bessere Ausstattung
für die einzelnen Schulen, oder war dafür schlicht keine Kohle
vorgesehen? Sollte es das erste gewesen sein, lässt das auf Inkompetenz
der städtischen Mitarbeiter schließen, aber davon möchte ich jetzt mal
nicht ausgehen. Ich schätze eher das kein Geld für eine bessere
Ausstattung da ist, bzw. nicht genehmigt wurde. Ich behaupte auch jetzt
mal ganz dreist, dass es tatsächlich an der Genehmigung lag und nicht an
dem nicht vorhandenen Geld. Die Stadt nimmt in der letzten Zeit immer
wieder mehrere Millionen für irgendwelche Bauprojekte in die Hand, die
teilweise völlig hirnrissig und teilweise völlig unnötig sind. Wären
diese Millionen nicht bei den Wiesbadener Schulen besser aufgehoben? Ich
schätze schon, aber das ist denk ich von einigen Stadtverordneten nicht
gewollt.
Ich werde auf jedenfall gleich noch mal eine E-Mail an das Mitglied
im Ausschuss Schule & Kultur unserer Fraktion schreiben. Vielleicht
kann er mir die ein oder andere Frage beantworten. Wenn ja, gibts nen
Update ;-)